Die 3 Phasen des Fastens

Fasten bedeutet „Urlaub vom Essen“. Der freiwillige Nahrungsentzug reinigt den Körper von innen. Doch nicht nur das: Auch negative Gedanken werden ausgeleitet und machen einer neuen Leichtigkeit Platz. Trotz positiver Auswirkungen können sich während der Fasten Phasen kleinere Hindernisse in Form von Befindlichkeitsstörungen einstellen. Was können Sie gegen Kopfschmerzen und Hungergefühle tun und wie setzen Sie überhaupt einen guten Anfang?

Fasten für den Körper

 

Weight loss

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Fasten bewirkt oft eine deutlich spürbare Verbesserung der Gesundheit. Häufige Folgen des Fastens sind:

  • straffere Haut
  • Stärkung des Immunsystems
  • Gewichtsverlust
  • stabilere Darmfunktion
  • Linderung chronischer Beschwerden
  • Sensibilisierung von Geschmacks- und Geruchssinn
  • Senkung der Blutfettwerte
  • Entlastung von Bandscheiben und Gelenken

Fasten für die Seele

 

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Dem physischen Faktor gesellt sich überdies ein psychologischer Faktor hinzu. Nach einer kurzen Überwindungsphase fühlen sich Fastende frischer und entspannter. 

Der Gewichtsverlust, die verbesserte Durchblutung und das allgemeine Wohlbefinden wirken entspannend und erholsam. Dies führt oft auch eine seelische Befreiung herbei, sodass viele Fastende berichten, dass die Kur ihnen zu einem emotionalen Gleichgewicht und innerer Ruhe verhelfe.
Hinzu kommt, dass der Körper vermehrt das Glückshormon Serotonin ausschüttet und die Konzentration des Stresshormons Kortisol reduziert wird. Nach etwa drei Tagen stellt sich daher oft das sogenannte Fastenhoch ein.

Richtig Fasten in drei Phasen

 

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Eine typische Fastenkur ist in drei Fasten Phasen unterteilt:

  1. Umstellungsphase beziehungsweise Entlastungsphase
  2. Entschlackungsphase
  3. Aufbauphase beziehungsweise Fastenbrechen

Im Folgenden stellen wir Ihnen vor, was in diesen Phasen zu beachten ist.

 


Entlastungsphase: allmähliche Umstellung

 

In der ersten Phase, der Umstellungs- beziehungsweise Entlastungsphase, soll die Ernährung allmählich umgestellt werden. Dabei gelten Rauschmittel wie Alkohol oder Nikotin genauso wie der koffeinhaltige Kaffee und zuckerhaltige Süßigkeiten als Tabu. Zudem sollte darauf geachtet werden, Stresssituationen, so gut es geht, aus dem Weg zu gehen. 

Essenziell für das Gelingen der ersten Phase ist die Aufnahme von genügend Flüssigkeit. Der Körper braucht mindestens drei bis vier Liter am Tag, die durch Wasser, Saft, Tee oder Brühe zugeführt werden können.

Die erste Phase gilt als die Zeit, die am schwierigsten zu überstehen ist. Der Körper trägt mehrere Nebenwirkungen von der veränderten Lebensweise davon. Darunter fallen Schwächegefühle, Stimmungsschwankungen, erhöhte Kälteempfinden und Kopfschmerzen. Auch Körper- oder Mundgeruch ist infolge der ausgeschiedenen Abfallprodukte möglich. Diese Beschwerden verschwinden jedoch nach der Umstellungsphase zumeist wieder.

 


Entschlackungsphase: völliger Verzicht auf feste Nahrung

 

Im Anschluss an die Umstellungsphase wird die Entschlackungsphase eingeleitet. Nun gehört beim herkömmlichen Fasten die Nahrungsaufnahme über feste Speisen der Vergangenheit an. Der Tagesbedarf an Nährstoffen wird nur noch durch Flüssigkeiten gedeckt. Zudem wird der Magen-Darm-Trakt in den ersten Tag mithilfe von Glaubersalz oder Einläufen geleert.
Dank der hohen Flüssigkeitszufuhr während des “richtigen Fastens” werden Fetteinlagerungen (auch Schlacke genannt) in den Muskeln gelöst und aus dem Körper getrieben. Ebenso lösen sich die Giftstoffe vom Körper und werden ausgeschieden. Während die Nebenwirkungen der ersten Phase nachlassen, erstarkt der Körper und fühlt sich allmählich besser.
Geeignet ist allerdings nicht jedes Getränk, denn es ist wichtig, dem Körper ausreichend Nährstoffe zuzuführen. Dies sind geeignete mineralstoffhaltige Flüssigkeiten:

 

  • Wasser
  • Obstsäfte
  • Gemüsesäfte
  • Brühen
  • Früchtetees

Fastenbrechen: zurück zur Normalität

 

Beim Fastenbrechen, der dritten Fasten Phase, soll der Körper schließlich wieder an einen normalen Ernährungsbetrieb herangeführt werden. Grundsätzlich gilt, dass Abführmittel in dieser Aufbauzeit kontraproduktiv sind und dementsprechend zu Beginn der Phase abgesetzt werden müssen. 
Der Organismus hat während der Fastenzeit die Produktion der Verdauungssäfte eingestellt. Diese sind jedoch essenziell, um die Nahrungsaufnahme im Anschluss an das Fasten wieder zu normalisieren. Aus diesem Grund sollte der Körper mit leichten, fettarmen Speisen versorgt werden, sonst können Magenkrämpfe und Kreislaufprobleme die Folge sein.

 

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