DIY: Mundschutz selber nähen

Seit Beginn der Corona-Krise sieht man immer mehr Menschen, die ihr Gesicht durch eine Gesichtsmaske schützen — Vielerorts ist sie in geschlossenen Umgebungen sogar Pflicht. Doch was bringt so eine Mund- und Nasenbedeckung wirklich? Leider ist es ein Mythos, dass man sich durch eine Gesichtsmaske aktiv vor einer Ansteckung schützen kann. Dennoch ist er sinnvoll, denn sie kann verhindern, dass wir andere Menschen über Tröpfchen anstecken.

Trotz der Gesichtsmaske sollte man sich also nicht zu sicher fühlen und trotzdem weiterhin viel Wert auf regelmäßiges Händewaschen legen, sowie die Abstandsregeln einhalten.

Um die Zeit zu Hause sinnvoll zu nutzen und um die aktuelle Problematik vielleicht auch den Kleinen in der Familie etwas näher zu bringen, haben wir eine Anleitung zu geschrieben, mit der ihr einen Mundschutz selber nähen könnt.

Mundschutz selber nähen – Dazu benötigt ihr:

– atmungsdurchlässiger Baumwollstoff (kochfest)
– kurzes Stück Draht (z.B. Gartendraht)
– eine Nähmaschine mit Faden
– Bügeleisen

So funktioniert die Herstellung:

1 . Zuerst schneiden sollte der Baumwollstoff in ein passendes Format geschnitten werden (für Erwachsene ca. 17x34cm). Zusätzlich werden 4 Streifen zurecht geschnitten (jeweils 2 cm breit): 2 dieser Streifen sollten 90 cm lang, die anderen beiden 17 cm lang.

2. Danach wird das große Stück zuerst in der Hälfte gefaltet und glatt gebügelt. Im nächsten Schritt werden dann drei Falten wie in einer Ziehharmonika, mittig in den Stoff gefaltet, damit die Maske das Gesicht von Nase bis zum Kinn umschließen kann. Die Falten (jeweils ca 1,3 cm) im gleichen Abstand anbringen und festbügeln.

3. Nun werden die beiden kürzeren Streifen als Kantenverstärker an die äußeren Seiten des Baumwolltuchs angenäht. Die beiden längeren werden später benötigt, um die Maske am Kopf zu befestigen.

4. Der Draht wird nun benutzt, um ihn am oberen Rand der Maske anzubringen. Dieser soll später dazu dienen, die Maske besser an die Nase anpassen zu können. Dazu falten den oberen Rand der Maske einmal umfalten, so dass man den Draht hineinlegen und festnähen kann.

5. Die längeren Streifen werden nun seitlich an der Gesichtsmaske angenäht, so dass oberhalb und unterhalb des Tuches genügend Band zum befestigen am Kopf bleibt.  Schon ist die Maske fertig.

Die Maske sollte nach Benutzung unbedingt bei 90 Grad in der Waschmaschine gewaschen, oder mit heißem Wasser abgekocht werden. Sie ist natürlich kein zertifiziertes, medizinisches Produkt und dient nur als sogenannte Behelfsmaske. Trotzdem kann es – gerade mit Kindern – ein kurzweiliger Zeitvertreib sein.

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