Gesund & fit im Home Office: So gehts!

Die Arbeit im Home Office ist für manch einen erst einmal mit Vorteilen, wie etwa den wegfallenden Arbeitswegen, der flexibleren Zeitgestaltung und der konzentrierterem Arbeiten verbunden. Viele andere Betroffene hingegen sehen sich den verschiedensten Herausforderungen ausgesetzt. Die Arbeit in den eigenen vier Wänden kann schnell zur Last werden, wenn der Arbeitsalltag dann bedeutet, acht Stunden am Küchentisch zu hocken, den ganzen Tag alleine zu verbringen und keine klaren Grenzen zwischen Arbeit und Privatem ziehen zu können. Fest steht, dass für viele von uns das Arbeiten im Home Office in den letzten Monaten zur Norm geworden ist. Um ungesunden Home Office Angewohnheiten entgegenzuwirken und dich stattdessen fit und gesund durch deinen Arbeitsalltag zu führen, verraten wir dir hier unsere besten Tipps für das Home Office.

Mehr Bewegung am Arbeitsplatz

Der Mensch ist dazu geschaffen, sich zu bewegen. Wir können es nicht abstreiten: Uns geht es nach einem Spaziergang oder einer leichten sportlichen Betätigung in der Regel nun mal besser. Wer jedoch einen Bürojob mit überwiegend sitzenden Tätigkeiten ausübt, klagt vielleicht eh schon über die stundenlange „Vor-Dem-Computer-Bucklig-Sitzhaltung“. Darüber hinaus verleitet das Home Office sich noch weniger zu bewegen als wir es ohnehin schon tun. Anstatt zum Arbeitsort mit Fahrrad, Bahn oder Auto sind es jetzt nur wenige Meter zum Bürostuhl oder (man traut es sich kaum zu sagen) dazu im Bett den Laptop aufzuklappen. Hinzu kommt, dass vielen ein ergonomischer passender Arbeitsplatz schlichtweg nicht gegeben ist. Die Leidtragenden sind offensichtlich: Der Rücken, die Halswirbelsäule und die Bandscheiben.

Was also können wir tun für einen möglichst gesunden Arbeitsalltag im Home Office? Denn klar ist, langes Sitzen ist ungesund, ganz egal wie ergonomisch perfekt der Arbeitsplatz sein mag. Daher gilt es die Sitzposition regelmäßig zu wechseln. Idealerweise arbeitet man immer wieder im Stehen, z.B. während Telefonaten und Meetings oder wann immer sonst möglich. Gegebenfalls lässt sich ein Regal auch als Stehtisch nutzen. Doch das allein reicht noch nicht aus. Zusätzlich anzuraten wäre es jede Stunde kurze Dehnübungen einzubauen. Dabei sind der Kreativität keinerlei Grenzen gesetzt. So eignet sich zum Beispiel ein sanftes Nacken-Stretching oder das Verschränken der Hände hinter dem Rücken, um den Herzraum zu öffnen. Vielleicht gelingt es dir auch die Mittagspause für einen kleinen Spaziergang oder ein kurzes Home Office Workout zu nutzen. Jede Bewegung zählt und kommt uns zugute.

Trennung von Privat- und Arbeitsleben

Die berühmte Work-Life-Balance im Home Office halten – Das kann ganz schön herausfordernd sein. Häufig verschwimmen die Grenzen zwischen Privatem und Arbeit schlichtweg, da beides sich auf einmal in den gleichen vier Wänden abspielt. Schnell streift der Blick den Arbeitslaptop, während man sich gemütlich Frühstück machen will und sofort ist man gedanklich im nächsten Meeting. Diese Ausnahmesituation kann durchaus Stress darstellen und es bedarf einer neuen Tagesstruktur um nicht nur physisch, sondern auch psychisch fit zu bleiben. Wie also meistert man diesen Balanceakt am besten?

Alles beginnt mit einem positiven Start in den Tag und unsere Morgenroutine ist dabei essentiell. Wenn jedoch der Arbeitsweg wegfällt, fehlt uns bereits unser morgendliches Ritual das Haus zu verlassen. Frag dich am besten. welche Rituale dir guttun würden, um in den Tag zu starten. Vielleicht ist es die sportliche Betätigung in Form von Joggen oder Yoga am Morgen um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Eine andere Idee wäre 10 Minuten um den Block zu drehen, als wäre es dein Arbeitsweg. Auch wenn es vielleicht verlockend ist, den ganzen Tag in Jogginghose oder im Pyjama zu verbringen, sollte man versuchen, dieser Verlockung zu widerstehen und stattdessen ein bequemes Arbeitsoutfit anzuziehen, mit dem man sonst auch in den Alltag starten würde.

Danach heißt es einen klaren Startpunkt zu setzen, sprich es ist Zeit für das innerliche Einstempeln im Home Office. Zu Mittag wird dann der Laptop zugeklappt und in Ruhe gegessen. Wer die räumlichen Möglichkeiten hat, sollte einen separaten Raum nur für die Arbeit nutzen und dort auch am besten die Tür schließen. Während es für viele normal ist, sich mittags in der Kantine oder to-go etwas zu Essen zu holen, könnte im Home Office bereits am Vorabend vorgekocht werden, sodass in der Mittagspause das Essen bereits parat steht. Denn regelmäßige Mahlzeiten geben nicht nur Struktur, sondern sind auch enorm wichtig für die Leistungsfähigkeit und die Konzentration während der Arbeit.

Generell sind regelmäßige Pausen mindestens genauso wichtig wie konzentrierte Arbeitsphasen. Diese 5 Minuten Pausen können ideal für eine kleine Dehneinheit genutzt werden. Wenn sich der Arbeitstag zu Ende neigt, sollte man dementsprechend ein klares Arbeitsende setzen. Hierbei kann ein festes Feierabend-Ritual helfen. Sei es eine weitere Runde um den Block, lautes Musikhören, Sport oder eine Meditation. Der Schlüssel liegt darin, die Routinen regelmäßig auszuführen zur Gewohnheit zu machen.

Fazit – Fit und gesund im Home Office

Gesund arbeiten im Home Office heißt, dem Bewegungsmangel den Kampf anzusagen und mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Denn inzwischen haben sowohl Mitarbeiter als auch Arbeitgeber verstanden. wie essentiell Bewegung für die Gesundheit und Produktivität am Arbeitsplatz ist. Doch die Basis für einen produktiven Tag wird schon vor Arbeitsbeginn gelegt. Etabliere einen Tagesrhythmus mit festen Ritualen, die dir dabei helfen die Work-Life Balance zu halten. Wir wissen alle, dass es gar nicht immer einfach ist selbstdiszipliniert und strukturiert zu arbeiten. Doch es lohnt sich auszuprobieren und herauszufinden, was für einen selbst am besten funktioniert und dabei immer wieder über den Tagesablauf zu reflektieren.

Mehr Beiträge

Menü
?