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Kaltgepresste I·DO Bio-Säfte in bunten Flaschen nebeneinander auf einer hellen Küchenablage
Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit

Direktsaft, Konzentrat, kaltgepresst: Saft-Begriffe einfach erklärt

Was ist der Unterschied zwischen Direktsaft, Saft aus Konzentrat und Nektar? Was bedeuten „kaltgepresst“ und HPP? Wir erklären die Saft-Begriffe so, wie das Gesetz sie definiert – und wie du ein Saftetikett liest.

Kurz gesagt: „Fruchtsaft" wird direkt aus Früchten gepresst, „Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat" wird aus eingedicktem Saft und Trinkwasser wiederhergestellt. Nur beim „Fruchtnektar" darf Zucker oder Honig zugesetzt werden. „Direktsaft" und „kaltgepresst" sind keine eigenen Begriffe der deutschen Fruchtsaftverordnung, sie beschreiben die Herstellung. Kaltgepresste Säfte werden ohne Hitze gepresst. Mit Hochdruck (HPP) bleiben sie länger frisch, ohne erhitzt zu werden.

Im Supermarkt stehen „Direktsaft", „aus Konzentrat", „Nektar" und „kaltgepresst" nebeneinander. Was ist der Unterschied? Wir erklären die Begriffe so, wie sie das Gesetz definiert, und zeigen dir, worauf du beim Kauf achten kannst.

Was das Gesetz unter Saft versteht

In Deutschland regelt die Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung (FrSaftErfrischGetrV), was auf dem Etikett stehen darf. Sie setzt die EU-Richtlinie 2001/112/EG über Fruchtsäfte in deutsches Recht um. Die wichtigsten Bezeichnungen:

Fruchtsaft

Fruchtsaft wird laut Verordnung aus dem genießbaren Teil gesunder und reifer Früchte gewonnen und hat die typische Farbe, das Aroma und den Geschmack dieser Früchte. Der Zuckergehalt (Brixwert) muss dem des Saftes aus der Frucht entsprechen und darf nicht verändert werden. Zucker zuzusetzen ist bei Fruchtsaft nicht vorgesehen.

Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat

Hier wird dem Saft zunächst Wasser entzogen, meist um Transport und Lagerung zu erleichtern. Später wird das Konzentrat mit Trinkwasser wiederhergestellt. Die Verordnung verlangt, dass dabei die wesentlichen Merkmale eines durchschnittlichen Saftes derselben Frucht erhalten bleiben. Auch Aroma, Fruchtfleisch und Zellen aus derselben Fruchtart dürfen zurückgegeben werden.

Fruchtnektar

Nektar besteht aus Saft oder Fruchtmark, Wasser und, je nach Frucht, zugesetztem Zucker oder Honig. Je nach Fruchtart erlaubt die Verordnung bis zu 10, 15 oder 20 Prozent Zuckerzusatz am Gesamtgewicht. Wie viel Frucht mindestens enthalten sein muss, legt sie ebenfalls je Fruchtart fest.

Und was ist „Direktsaft"?

Das Wort „Direktsaft" kommt in der Verordnung nicht vor. Im Handel bezeichnet es Fruchtsaft, der direkt aus den Früchten gepresst und nicht über ein Konzentrat hergestellt wurde. Rechtlich ist ein Direktsaft also ein „Fruchtsaft" im Sinne der Verordnung.

„Kaltgepresst": was dahintersteckt

Auch „kaltgepresst" ist für Saft kein Begriff der Verordnung. Er beschreibt das Pressverfahren: Obst und Gemüse werden zerkleinert und ohne Hitze ausgepresst. Viele herkömmliche Säfte werden dagegen nach dem Pressen erhitzt (pasteurisiert), damit sie lange haltbar sind.

Unsere Säfte bei I·DO werden kaltgepresst und nie erhitzt. Damit sie trotzdem einige Zeit frisch bleiben, nutzen wir die Hochdruckbehandlung.

HPP: frisch halten mit Druck statt mit Hitze

Bei der Hochdruckbehandlung (High Pressure Processing, kurz HPP) kommt die bereits verschlossene Flasche in ein Wasserbad, das unter sehr hohen Druck gesetzt wird. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) beschreibt Drücke von 100 bis 1.000 MPa, also 1.000 bis 10.000 bar (LGL Bayern). Laut LGL gilt:

  • Hefen und Schimmelpilze werden schon bei niedrigem Druck inaktiviert.
  • Kleine Moleküle wie Vitamine und Aromastoffe sind weniger druckempfindlich als große Moleküle wie Proteine.
  • Der Vitamin-C-Gehalt von hochdruckbehandeltem Orangensaft ist im Vergleich zum unbehandelten Saft annähernd gleich.

Wie wir HPP bei I·DO einsetzen, erklären wir ausführlich in HPP: Warum unsere Säfte so frisch bleiben.

Auf einen Blick

Begriff Was es bedeutet Zuckerzusatz
Fruchtsaft / Direktsaft direkt aus Früchten gepresst nein
Fruchtsaft aus Konzentrat eingedickt, dann mit Trinkwasser wiederhergestellt nein
Fruchtnektar Saft oder Fruchtmark mit Wasser erlaubt (10–20 %, je nach Frucht)
kaltgepresst Pressverfahren ohne Hitze beschreibt die Herstellung
HPP Haltbarkeit durch hohen Druck statt Hitze beschreibt die Haltbarmachung

So liest du ein Saftetikett

  • Bezeichnung: Steht dort „Fruchtsaft", „aus Fruchtsaftkonzentrat" oder „Nektar"?
  • Zutatenliste: Wird Zucker, Honig oder Wasser aufgeführt?
  • Lagerung: Muss der Saft gekühlt werden? Säfte ohne Hitzebehandlung gehören in den Kühlschrank.
  • Bio-Siegel und Kontrollstellennummer: Sie zeigen, dass die Zutaten aus kontrolliert ökologischem Anbau stammen.

Unser Fazit

Ob Direktsaft, Konzentrat oder Nektar: Die Verordnung sorgt dafür, dass die Bezeichnung zum Inhalt passt. „Kaltgepresst" und „HPP" sagen dir zusätzlich, wie der Saft hergestellt und haltbar gemacht wurde. Unsere I·DO Säfte sind kaltgepresst, nie erhitzt, in Bio- und Rohkostqualität und ohne Zuckerzusatz. Entdecke unsere kaltgepressten Bio-Säfte oder starte mit unseren Bestsellern.

Quellen: Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung (FrSaftErfrischGetrV), Stand 25.11.2025 · Richtlinie 2001/112/EG des Rates über Fruchtsäfte · LGL Bayern – Hochdruckpasteurisierung

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Kaltgepresste Bio-Säfte in Rohkostqualität – nie erhitzt, ohne Zuckerzusatz, kühlfrisch geliefert.

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Gut zu wissen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Direktsaft und Saft aus Konzentrat?
Direktsaft wird direkt aus Früchten gepresst. Saft aus Konzentrat wird zuerst eingedickt und später mit Trinkwasser wiederhergestellt. Beide gelten rechtlich als Fruchtsaft und dürfen keinen zugesetzten Zucker enthalten.
Darf in Fruchtsaft Zucker zugesetzt werden?
Nein. Die Fruchtsaftverordnung erlaubt Zuckerzusatz nur beim Fruchtnektar, je nach Fruchtart bis zu 10, 15 oder 20 Prozent des Gesamtgewichts.
Was bedeutet kaltgepresst?
Kaltgepresst beschreibt das Pressverfahren: Obst und Gemüse werden ohne Hitze ausgepresst. In der Fruchtsaftverordnung ist der Begriff für Saft nicht eigens definiert.
Was ist HPP bei Saft?
HPP (High Pressure Processing) ist eine Hochdruckbehandlung der verschlossenen Flasche. Laut LGL Bayern werden dabei Drücke von 100 bis 1.000 MPa eingesetzt. Hefen und Schimmelpilze werden inaktiviert, Vitamine und Aromen sind wenig druckempfindlich.
Wie werden die I·DO Säfte hergestellt?
Unsere Säfte werden kaltgepresst und nie erhitzt, in Bio- und Rohkostqualität und ohne Zuckerzusatz. Mit HPP bleiben sie einige Zeit frisch und werden gekühlt zu dir geliefert.