Mood Food: Iss dich glücklich

Mood Food: Iss dich glücklich - I·DO

Mood Food: Iss dich glücklich


Wenn du dich deprimiert, gestresst oder einfach mal nicht ganz so glücklich fühlst, bist du vielleicht versucht zu Essen zu greifen, um deine Stimmung aufzuhellen. Doch Essen ist nicht gleich Essen und viele hoch verarbeitete und stark kalorienreiche Leckereien können negative Auswirkungen auf unseren Körper haben. Daher fragst du dich vielleicht, ob es auch gesunde Lebensmittel gibt, die deine Stimmung verbessern können. Manch einer sagt hier ganz klar ja und verweist auf sogenanntes Mood Food. Das sind Lebensmittel, die als Glücklichmacher bezeichnet werden, da sie nicht nur gesund für den Körper sind, sondern weil ihnen auch eine stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt wird.

Kann Essen wirklich die Stimmung aufhellen?


In letzter Zeit gibt es neue Forschungsergebnisse über den Zusammenhang zwischen Ernährung und psychischer Gesundheit. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass unsere Stimmung durch viele Faktoren wie Stress, Umwelt, Schlaf, Genetik und Nährstoffmangel beeinflusst werden kann. Daher lässt sich schwer bestimmen, welche konkrete Rolle die Ernährung bei dem Thema psychische Gesundheit spielt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass bestimmte Lebensmittel die allgemeine Gesundheit des Gehirns fördern und bestimmte Arten von Stimmungsstörungen verbessern können.

Was passiert im Körper?


Hormone und Neurotransmitter sind für unsere Stimmung zuständig. Doch wie entstehen diese Botenstoffe überhaupt? Mit verantwortlich sind Nährstoffe aus den von uns konsumierten Lebensmitteln, denn sie liefern essenzielle Bausteine für die Bildung eben jener Botenstoffe. So lässt sich erklären, dass der Serotoninspiegel zum Beispiel durch die Nahrung gepusht werden kann. Folgende Lebensmittel gelten als Mood Food und sind häufig unter dem Slogan „Iss dich glücklich“ zu finden.

Ingwer


Ingwer entfaltet sein Mood Food Potential durch das in der gelben Wurzel enthaltenen Gingerol. Gingerol ist der Stoff, der für die Schärfe in der Wurzel zuständig ist. Diese Schärfe wird vom Gehirn zunächst als Schmerz wahrgenommen. Um den registrierten Schmerz zu lindern, schüttet der Körper im Umkehrschluss Endorphine aus. Der Botenstoff Endorphin wird - wie auch Serotonin - als Glückshormon bezeichnet.

Beeren


Beeren enthalten eine Vielzahl von Antioxidantien, die eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung von oxidativem Stress spielen. Das Mood Food ist zudem ein hervorragender Magnesiumlieferant. Magnesium kann die Freisetzung der Stress-Hormone Adrenalin und Noradrenalin hemmen und uns gelassener durch den Alltag bringen. Man könnte fast meinen: Beere gut – alles gut.

Fermentierte Lebensmittel


Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Kombucha, Sauerkraut oder Kimchi können sich positiv auf die Darmgesundheit auswirken. Aufgrund der Darm-Hirn-Achse haben diese Lebensmittel automatisch auch einen Einfluss auf unsere Stimmung. Entscheidend ist dabei das enthaltenen Probiotika, welches Studien zufolge das Serotonin Level ansteigen lässt.

Dunkle Schokolade


Der bekannte Griff zur Schokolade ist nicht ganz unbegründet. Denn Schokolade ist reich an vielen stimmungsaufhellenden Stoffen. Das enthaltene Kakao liefert eine Menge Tryptophan, was als Vorstufe für das Glückshormon Serotonin verstanden wird. Für einen möglichst hohen Kakaogehalt sollte man daher aber am besten zu dunkler Zartbitterschokolade greifen, anstatt zur Milchschokolade, die viele weitere Inhaltsstoffe wie Fett und Zucker enthält. Es ist also wohl was dran an der beliebten Seelennahrung Schokolade.

Bananen


Wie im Kakao, findet sich auch in Bananen der Stoff Tryptophan. Dieser in Kombination mit den enthaltenen Kohlenhydraten helfen bei der Bildung des Glückshormons Serotonin und können die Laune und das Wohlbefinden steigern.

Weitere Stimmungsaufheller


Das sind die wohl wichtigsten Mood Foods. Dabei waren das bei weitem noch nicht alle Lebensmittel, denn auch Vanille, Fisch, Linsen, Mandeln und Avocados wird eine gewisse Superkraft nachgesagt. Auch wenn uns das Thema Ernährung offensichtlich sehr am Herzen liegt und wir absolute Foodies sind, sollten wir nicht vergessen, dass Nahrung nur ein Puzzleteil auf dem Weg zum glücklich- und gesund seindarstellt. Ein weiteres Puzzleteil ist zum Beispiel der nächtliche Schlaf, der sich auf die Stimmung niederschlägt. Der Prozess kann ebenfalls anhand der Neurotransmitter erklärt werden. Denn nach einer erholsamen Nacht mit ausreichend Schlaf ist der Dopaminspiegel am nächsten Morgen besonders hoch. Umgekehrt ist der Dopaminspiegel nach einer durchzechten Nacht dementsprechend niedrig und die schlechte Laune vorhersehbar.

Wer hätte es gedacht? Stimmungsaufheller Fasten kann glücklich machen!


Manch einer wird vielleicht allein schon bei dem Gedanken an Fasten leicht grumpy. Doch entgegen der anzunehmenden Vorstellung zeigt sich meist das entgegengesetzte Phänomen: Die Laune steigt. Begründet liegt das Phänomen laut Studien in der Produktion von Ketonkörpern. Diese werden aus Fett hergestellt. Damit der Körper dazu in der Lage ist, muss zunächst wenig Energie aus Kohlenhydraten zur Verfügung stehen. Das geht schlichtweg durch eine ketogene Ernährung oder eben indem man nichts oder nur wenig isst – also fastet. Die produzierten Ketonkörper können als Stimmungsaufheller wirken und uns fröhlicher durch den Alltag bringen.

Saftfasten als Mood Food


Der bewusste Verzicht auf feste Nahrung beim Saftfasten kann sich also tatsächlich positiv auf unsere Stimmung auswirken. Und ist der Stein erst einmal ins Rollen gebracht, können positive Verhaltensweisen einfacher auf mehrere Lebensbereiche übertragen werden und wir profitieren von der Saftkur nicht nur als Mood Food, sondern zugleich als wohltuende Erfahrung die sich ganzheitlich auf unser Leben auswirken kann.

Glückshormone machen gute Laune


Glücksempfinden ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Hormone und Neurotransmitter. Auf manche Prozesse haben wir keinen direkten Einfluss, auf viele andere aber schon. Wenn du lernst, wie du auf dich Acht gibst, kann es dir gelingen deine Stimmung auf natürliche Weise zu beeinflussen. Und dich letztlich vielleicht doch ein wenig glücklich essen. Denn echtes Gute-Laune-Futter schmeckt nicht nur gut, sondern enthält auch die natürlichen Nährstoffe, die zur Ausschüttung.

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