How wild celery saved Magellan's crew from scurvy.

Die vergessene Rettung der ersten Weltumsegelung

Die erste Weltumsegelung unter Ferdinand Magellan (1519–1522) war nicht nur ein Meilenstein der Entdeckungsgeschichte, sondern auch ein dramatischer Kampf gegen Hunger, Durst und Krankheiten. Besonders der Skorbut, eine Vitamin-C-Mangelkrankheit, forderte während der monatelangen Überfahrt über den Pazifik zahlreiche Opfer. Doch es gab eine unerwartete Rettung: Wilden Sellerie, den die Mannschaft an Land fand.

Die tödliche Bedrohung: Skorbut auf See

Das Schiff Victoria von Magellan - I·DO

Während der Überquerung des Pazifiks litten Magellans Männer unter extremen Entbehrungen. Die Vorräte waren knapp, und die Besatzung musste sich von verdorbenem Schiffszwieback, Ratten und sogar Sägespänen ernähren. Skorbut breitete sich aus – eine Krankheit, die durch Vitamin-C-Mangel verursacht wird und zu Zahnfleischbluten, Wundheilungsstörungen und schließlich zum Tod führt. Antonio Pigafetta, der Chronist der Expedition, berichtete, dass von den 166 Männern, die den Pazifik überquerten, 19 starben und „25 oder 30 an verschiedenen Krankheiten erkrankten".

Die Rettung: Wildes Gemüse an Land

Die Wende kam, als die Schiffe im Oktober 1520 den . Pigafetta beschrieb in seinem Tagebuch, wie die Männer dort eine süße Pflanze fanden, die sie „appio“ nannten – heute als identifiziert. Dieser Sellerie war reich an Vitamin C, auch wenn die Seeleute das damals nicht wussten. „Wir fanden ein sehr süßes Kraut namens appio, von dem es auch eine bittere Sorte gibt. Es wächst in der Nähe von Quellen, und da wir nichts anderes hatten, aßen wir davon mehrere Tage lang“. Dank dieses Zufallsfunds erholten sich viele der erkrankten Männer.

Warum überlebten Magellan und seine Offiziere?

Interessanterweise erkrankten Magellan und seine Offiziere nicht an Skorbut. Historiker vermuten, dass sie , die ebenfalls Vitamin C enthielten – wenn auch in geringeren Mengen als frisches Gemüse. Diese Quittenmarmelade war im 16. Jahrhundert ein bekanntes Heilmittel, das unbewusst vor Skorbut schützte.

Die Bedeutung für die Seefahrt

Magellans Expedition zeigte, wie wichtig frische Lebensmittel auf langen Seereisen sind. Spätere Entdecker wie James Cook setzten gezielt auf , um Skorbut zu bekämpfen. Doch Magellans Männer waren Pioniere: Ihr Zufallsfund von wildem Selleriebewies, dass konnten.

Quellen (auf Englisch und Deutsch):

FAQs

What is scurvy and why was it so dangerous for Magellan's crew?

Scurvy is a disease caused by a severe deficiency of vitamin C. It leads to bleeding gums, impaired wound healing, weakness, and ultimately death. It was particularly dangerous for Magellan's crew because fresh fruits and vegetables—the most important sources of vitamin C—were scarce on long sea voyages.

How did the team discover the wild celery?

The crew found wild celery (“appio”) during a shore excursion in what is now Detroit de Magellan. Pigafetta reported that they discovered the plant near springs and ate it for several days, which helped alleviate their scurvy symptoms.

Why didn't Magellan and his officers eat quince jam?

Magellan and his officers did indeed eat preserved quince, which contained vitamin C. This protected them from scurvy, even though they did not know the cause of the disease.

Were there other plants that helped against scurvy?

Yes, later sailors discovered that sauerkraut, citrus fruits, and certain seaweeds could also prevent scurvy. But on Magellan's voyage, wild celery was the crucial lifeline.

How many men survived the journey?

Of the original 240 men who set sail with Magellan, only 90 returned to Spain. Most died of scurvy, starvation, or in battle.